You give them the best of you, but we get the rest of you!

Ü

Dieses Zitat stammt aus einem hochkarätig besetzten Hollywood-Streifen, in dem sich eine Ehefrau bei ihrem Mann beschwert, dass die Kinder quasi ohne Vater aufwachsen und auch sie ihren Mann im Grunde nie zu Gesicht bekommt, da er sich übermäßig viel um seine Karriere kümmert.

Im gerade erscheinenden Film „The Mule“ beschreibt es Clint Eastwood als verlassener Ehemann, dessen Familie ihn aufgrund seiner Arbeitssucht verstoßen hat, so:

„Ich habe immer versucht, da draußen jemand zu sein, während ich zuhause als Vater ein Versager war“.

Ich denke, so oder ähnlich geht es in Familien zu, wobei viele Männer ihr Verhalten damit rechtfertigen, dass sie doch auf diese Weise für die Familie da seien, indem sie finanziell für diese sorgen, und das teils wirklich mehr als gut.

Auch ein Freund entgegnete mir nach der Geburt seine Tochter so, dass er nun eine besondere Verantwortung spüre und daher in das Management Programm seines Konzern einsteigen wolle, um noch mehr Geld zu verdienen. Künftig würden also Überstunden zur Tagesordnung gehören, nicht mehr abgebummelt werden können und die 60 Stunden Woche zum Standard werden.

„Was denn seine Tochter (1 Jahr alt) von seinem Konto hätte, während er abwesend sei“, fragte ich ihn. Er wusste keine Antwort und ich hoffe bis heute, dass ihn diese Tatsache zum Nachdenken anregte.

Denn wie es Steve Jobs am Ende seines Lebens sagte, welcher in seiner Biografie als familienfeindlich galt und seine Tochter von Sozialhilfe leben ließ:

„Unser Vermögen können wir am Ende nicht mit ins Grab nehmen. Jedoch die Erinnerungen an die Zeit mit unseren lieben Menschen sowie an Momente der Freundschaft, Zuneigung und des Zusammenseins.“

Die Idee zu meinem heutigen Artikel lieferte mir ein lieber Coachee, der mir berichtete, dass er sein Jahren sein Privatleben wegschmeiße, indem er sich immer mehr zurückziehe. Erste Anzeichen einer depressiven Erkrankung machen sich bemerkbar. Überforderung und und Isolation, Tablettennahme und Ängste nannte er sein eigen.

Wir führten darauf ein ziemlich intensives Gespräch, indem ich ihn fragte, wieso er bei der Arbeit alles gab und sich im Privaten schon von der Beantwortung eines Briefes überfordert sah. Seine Antwort: „Hier bei der Arbeit muss ich ja funktionieren“

Dies machte mich sehr betroffen und ich fragte mich, wie lange er das wohl noch durchhalte. Zum Glück versicherte er mir, dass er schon in Beratung sei. So hätte ich das wohl nicht stehen lassen können.

In unserem Gespräch tauschten wir uns  über Fragen aus, die ich hier und heute teilen möchte:

  • Wo tankst du Energie?
  • Wie belohnst du dich auch im Alltag ohne erst eine Riesenleistung gebracht zu haben?
  • Welche Menschen geben die Kraft und bekommst du sie häufig genug zu Gesicht?
  • Wie sehr bemühst du dich um wertvolle Zeit mit ihnen?
  • Wie sehr achtest du auf dich und deine Grenzen?
  • Wie steht es um deine Gesundheit und wie sehr achtest du auf die Zeichen deines Körpers und deiner Psyche?
  • Wie gut steht es um d/einen erholsamen Schlaf?
  • Wenn dein Geld bzw Bankkonto sprechen könnte und über Eure Beziehung zueinander berichten könnte…Was würde es erzählen?
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